Der Grüne Knopf

Der Grüne Knopf

  • ist ein staatlich geprüftes Siegel
  • testet Unternehmen und ihre Produkte
  • ist drei Jahre nach Erhalt gültig
  • beinhaltet Kosten, die vom Unternehmen selbst getragen werden müssen (Re-Zertifizierung, ggf. Lizenzkosten)
  • impliziert stichprobenartige Kontrollen von unabhängigen Prüfstellen (z.B. TÜV)
  • beinhaltet einen Kriterienkatalog aus 46 ökologischen und sozialen Kriterien

Kritik

  • Trotz der Menge an Kriterien wird nicht die gesamte Lieferkette der Produkte überwacht. So werden unter anderem die sozialen und ökologischen Kriterien bei der Rohstoffgewinnung (z.B. auf Baumwollplantagen) nicht betrachtet.
  • Zudem sind die Kriterien generell sehr schwammig formuliert. Zum Beispiel wird zwar ein Mindestlohn der Arbeiter für die Verleihung des Siegels an ein Unternehmen vorausgesetzt, dieser ist jedoch viel zu gering, dass die ArbeiterINNEN davon leben könnten.
  • Vor allem aber kann jedes Unternehmen freiwillig entscheiden, ob es sich der Prüfung durch das Siegel stellen möchte oder nicht. Demnach ist auch die Überwachung der Einhaltung der Kriterien unzureichend.

Fazit

Aufgrund der oben genannten Kritikpunkte kann der Grüne Knopf noch nicht ganz halten, was er verspricht. Zudem ist aktuell das Risiko sehr hoch, dass Unternehmen den Grünen Knopf lediglich als Marketing-Maßnahme verwenden. Sprich, die Unternehmen verleihen sich durch den grünen Knopf ein „grünes“ und nachhaltiges Image, ohne entsprechende Maßnahmen zu implementieren (=Greenwashing).

Abschließend lässt sich sagen, dass der grüne Knopf ein Schritt in die richtige Richtung ist – sofern das Siegel weiterentwickelt wird.

Quellen: Greenpeace, Utopia, Grüner Knopf, itfits